
Die Verbotene Stadt
Die Verbotene Stadt (Zijincheng) ist eins der größten und mächtigsten Bauwerke der chinesischen Geschichte. Sie befindet sich im Zentrum von Beijing und liegt am nördlichen Ende des Tiananmen-Platzes. Die Grundfläche der verbotenen Stadt beträgt 720.000m² von denen 150.000m² bebaute Fläche sind. Die Mauer der Stadt ist 10m hoch und 3428m lang. Der Haupteingang ist das Mittagstor (Wumen) oder auch "fünf-Phönix-Tor". Die Verbotene Stadt ist in 2 Bereiche eingeteilt, in den inneren Hof (Neiting) und den äußeren Hof (Waichao). Auf dem gesamten Gelände von Zijincheng befinden sich 890 Paläste mit unzähligen Pavillions mit 9999 Räumen.
Mit dem Bau der Stadt wurde 1406 begonnen. Zeitweise haben bis zu einer Million Arbeiter an der Stadt gearbeitet, nur dadurch ist es möglich gewesen, den Bau 1420 zu vollenden. Geschnitzte Marmorbalustraden und glasierte Dachziegel zeugen von hohem kunsthandwerklichen Standard, der nur durch die Arbeit von über 100.000 Kunsthandwerkern ermöglicht wurde. Der äußere Hof war der Offizielle Bereich, hier befinden sich z.B. die "Halle der Mittleren Harmonie" (Zhong He Dian) und die "Halle der Wahrung der Harmonie" (Bao He Dian) . Der innere Hof besteht aus 3 Palästen, Quanqinggong, Jiaotaidian und Kunninggong. In diesen hatte die Kaiserliche Familie mit ihrem Hofstaat ihren Wohnsitz. Außerdem gab es viele weitere Paläste, Pavillons und kleine Innenhöfe mit Bereichen für die Kaiserin. Das "Tor der Göttlichen Militärischen Begabung" (Shenwumen) ist das nördliche Tor des ganzen Kaiserpalastes. Der letzte Kaiser der in Zijincheng lebte war Pu Yi. Nach der Revolution von 1911 trat er als Kaiser zurück und lebte noch einige Jahre in der verbotenen Stadt. 1924 wurden die Tore dann erstmals für die Bevölkerung geöffnet.
Heute ist die Verbotene Stadt ein Museum und ein beliebtes Reiseziel von Touristen aus aller Welt. Bis 2008 soll eine umfassende Restaurierung stattgefunden haben.